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Körperaufrichtung
Stehend, Füsse Hüftgelenkbereit, durchlässig in den Knien, Arme hängen lassen. Für einen Moment nichts tun, Alltagsgedanken abstellen, sich selbst und seine Atmung wahr nehmen. Schauen was passiert, wohin atmen man, ohne zu manipulieren? Alltagsgedanken, welche trotzdem hinein flattern, weiter ziehen lassen, beginnen in den Bauch zu atmen. Ein weicher Ball im Unterbauch dehnt sich beim Einatmen in alle Richtungen aus, beim Ausatmen wird er wieder etwas kleiner. Nun entsteht eine kleine Öffnung am Scheitelpunkt des Kopfes, warmes goldenes Sonnenlicht strahlt von dort aus in den Körper hinein. Dieses Licht sinkt von zuoberst bis zu den Füssen durch den Körper. Dabei wird darauf geachtet, ob der Körper überall gleich durchlässig ist, sodass dieses Licht auch in den hintersten kleinen Winkel hinein strahlen kann. Auch der Abdruck der Füsse im Boden ist wichtig, sind da alle Zehen spürbar? Dabei gibt es einen Punkt in der Mitte der Ferse, einen Grosszehenballen- und einen Kleinzehenballen- Punkt. All diese 6 Punkte sollen gleichmässig belastet sein, so kann man sie gut verwurzeln. Jetzt steigt zwischen diesen gut verwurzelten Füssen Wasser hoch. Eine Springbrunnendüse oder ein kleiner, nicht allzu heisser Geysir sprudelt durch die zentrale Achse hoch, bis zum Kopf, dieser schwimmt auf der Wassersäule, wie ein Ball. Die Schulterblätter können dabei wie kleine Rucksäcke nach unten sinken. Dieses Wasser gibt von innen her Auftrieb, unterstützt die Körperaufrichtung. So kann nun Wasser vom Hinterkopf, die ganze Wirbelsäule hinter fliessen. Wie ein warmer Wasserfall oder eine warme Dusche. Das Steissbein wird dabei bis zum Boden verlängert, bekommt die Funktion eines dritten Beines. Mit all diesen Bildern, beim tiefen Einatmen, die Schultern langsam zu den Ohren hinauf schweben lassen und beim langsamen Ausatmen, wieder hinunter gleiten lassen. Dabei sind die Schulterblätter glitschig wie nasse Seifen und gleiten Widerstandslos dem Brustkorb entlang. Noch 2x wiederholen, sich ein bisschen Schütteln oder abklopfen, und schon ist man wieder fit für die nächsten Herausforderungen des Alltags. Locker durch den Tag zu gehen ist nicht immer einfach und braucht Übung. Unter fachgerechter Anleitung geht es besser.

Koordination und Füsse
Ausgangslage wie in der Woche zuvor, Füsse Hüftgelenkbreit, Gewicht regelmässig auf diesen verteilt. Wenn möglich ohne Schuhe, falls dies nicht möglich sein sollte, die Bewegungen sehr reduziert ausführen, um eine Verrenkung zu vermeiden. Die vorgegeben Bilder bleiben im Körper. Sich nun vorstellen, die Füsse seien Schiffe, welche irgendwo in einem Hafen vor Anker liegen und auf den Wellen hin und her schaukeln. Also ca. 1 Min. Lang, mit den Füssen auf die innen- und Aussenkante schaukeln, dabei das Gewicht gut verteilt lassen. Diese Übung weckt die Füsse und löst Verspannungen in Becken und Kreuz. Nun auf die Zehenspitzen stehen, Aussenkante, Ferse, Innenkante, Spitzen, etc. sobald dies gut läuft, die Kreisrichtung wechseln. Wer seine Koordination herausfordern möchte beginnt zusätzlich noch mit den Händen in der Luft zu kreisen. Immer wieder die Richtung wechseln und sich dabei selbst beobachten, ob man z.B. dabei auch noch atmen, oder den Kiefer und die Schultern locker lassen kann. Diese Übung kräftigt die Füsse, fördert die Koordination und macht den Kopf frei für Neues.

Neue Energie aus alten Ressourcen
Auszuführen auf dem Rücken liegend, Füsse aufgestellt, Augen geschlossen, irgendwo über Mittag, am Feierabend, bei Startschwierigkeiten, kleinen Kreativpausen, auf einer grünen Wiese, auf dem Boden, in der Badi, unter dem Schreibtisch, auf dem Futon... Geht in Gedanken an einen schönen Strand, der sich irgendwo in der nahen oder fernen Erinnerung hervor zaubern lässt. Stellt ihn Euch mit allen Sinnen, die zur Verfügung stehen vor. Wie ist die Temperatur, die Geräuschkulisse, das Licht, der Geruch, wie fühlt es sich auf der Haut an, wie ist der Geschmack im Mund, Salz auf den Lippen, wie hat sich das insgesamt im Körper angefühlt? Wie sieht der Abdruck des Körpers im warmen Sand aus? Der Abdruck der 10 Zehen, der Fersen und der Fussballen, schaut, wie das Becken tief in den Sand sinken kann, wieviel Anteil der Wirbelsäule den Boden berührt, ob die Schulterblätter auch sinken können, wie die Arme, wo auch immer sie sind, bleischwer werden? Und wie steht es mit dem Kopf, 5.5 - 6 kg schwer ist der, kann er wirklich so schwer werden und eine tiefe Grube in den Sand bohren? Atmet so ein paar mal, die salzige Luft, durch jede Körperpore ein und geniesst nochmals diesen entspannenden Moment. So kommt man in kurzer Zeit zu neuer Energie, die man ganz alleine und aus eigenen Ressourcen generieren kann.

Körper fluten und Gelenke schmieren
Ausgangslage siehe oben. Rückenlage, Füsse aufgestellt, damit die Lendenwirbelsäule schön entspannen kann. Sich in dieser Lage an einen schönen, ruhigen Sandstrand beamen, ihn mit allen Sinnen, die einem zur Verfügung stehen wahr nehmen. Den Körperabdruck im Sand, von oben nach unten wahr nehmen, 6 Kg. Kopf, wie kann die Wirbelsäule sinken, Schulterblätter, Arme, Becken und vor allem die Füsse. Schöne Fussabdrücke im Sand, 10 Zehen, Ferse, Grosszehen- und Kleinzehenballen. Nun beginnt ganz langsam und ungefährlich das Mehr an Land zu kriechen. Eine kleine und langsam ansteigende Flut naht. Immer wieder werden die Füsse von sanften Wellen umspült. Die Füsse werden dabei ganz durchlässig, saugen das Wasser auf. Es beginnt durch die Füsse in den ganzen Körper zu sprudeln. Jedes Gelenk, jeder Muskel, Bänder Sehnen, Knochen, werden durchspült. Das schöne an der Imagination ist, man kann sich die Wassertemperatur genau so einstellen, wie man's in diesem Moment gerne mag. Zusätzlich sitzt in jedem Gelenk, und sei es noch so klein, eine Putzmannschaft. Egal ob Putzengel oder Putzteufel, sie warten nur darauf losgelassen zu werden und mit Hilfe des Wassers, einen Frühjahresputz in den Gelenken zu erledigen. Kaum ist das Wasser angekommen, beginnen sie zu schrubben und zu fegen, spülen, ölen und schmieren jedes Gelenk. So steigt das Wasser von den Füssen her in den ganzen Körper hoch. Sobald der Körper von Sohle bis Scheitel mit Wasser gefüllt ist, kann man sich vorstellen, der ganze Dreck, welcher sich gelöst hat, fliesst wie zähe graue Schlacke in den Sand unter dem Körper ab. Nachspülen kann man mit frischem sprudeligem Wasser, abfliessen lassen, alles was man bereit ist loszulassen. Zum Abschluss nochmals den Körperabdruck im Sand anschauen. Diese Übung ist nicht nur sehr entspannend und verhilft zu neuer Energie, sie ist auch eine ideale Arthroseprävention. UND unter Anleitung gehts noch viel besser...

Franziska Pardey-Isliker, Bewegungspädagogin/Therapeutin nach Franklin–Methode® und Dipl. Akupressur-Therapeutin franziskapardey@bluewin.ch