Die Franklin-Methode® hat ihren Ursprung in der Ideokinese
(aus dem Griechischen: idea = Idee, Gedanke + kinesis = Bewegung). Dabei geht
es darum, mit Bildern, mit Visualisation und Imagination, die Bewegung und die
Beweglichkeit, die Koordination und Kraft im Körper zu verbessern. Der Benefiz
daraus ist immens: weniger Verletzungsanfälligkeit, effizientere
Bewegungsabläufe, welche den Spass an der Bewegung und das Wohlgefühl im Körper
fördern, aber auch eine Entspannung im mentalen und emotionalen Bereich auslösen.
Dies wirkt sich nicht nur auf das Körpergefühl aus, sondern auf die
Lebensqualität ganz allgemein. Eric Franklin hat die ursprüngliche
Ideokinese, nach Mabel Todd, um die moderne Biomechanik, Psychologie und
Körpersysteme erweitert.
Mabel Todd erlitt am Anfang des letzten Jahrhunderts einen Unfall, die Ärzte
diagnostizierten ihr, nie wieder richtig gehen zu können. Sie fand sich nicht
mit ihrem Schicksal ab, sondern fing an, sich mit ihrem Körper auf eine neue
Art und Weise auseinander zu setzten. Als sich ihre Gehfähigkeit tatsächlich
verbesserte, eröffnete sie in Boston eine Praxis für Körpertherapie, zog 1929
nach New York und unterrichtete ihre Methode auch an der Columbia University.
Erst 1937 wagte sie sich an ihr erstes Buch "The Thinking Body",
welches vielen heutigen Körpertherapien als Grundlage dient.
Bewegung nach der Franklin-Methode® ist nicht nur der ideale Ausgleich zum
Alltag, die neu erschaffenen Bewegungsmuster helfen den Alltag besser zu
bewältigen. Sie empfiehlt sich sehr als Haltungsschulung für Menschen jeden
Alters, als Vorbereitung für sportliche Aktivitäten, als Arthroseprävention,
sanftes und doch effizientes Bewegen im Alter, und durch intensives
Beckenbodentraining auch zur Rückbildung nach Schwangerschaft und als
Inkontinezprävention.
Das Ziel dieser Bewegungsstunden ist, das Wohlgefühl im Körper und somit auch
die Lebensqualität zu steigern und sich auch im Alltag bewusst zu bewegen.
In einer Franklinstunde ist die "konstruktive Ruhe" (KR) oft ein
Thema. Dabei geht es nicht einfach um ein Entspannen, sondern darum, den Körper
darin zu unterstützen, sich zu reorganisieren. Solange man sich bewegt, fällt
man schnell in alte Muster zurück. In der KR-Position kann man mit Hilfe der
Vorstellungskraft alte Muster abbauen, um neuen Platz zu machen.
Erlebte Anatomie, Berührung zur Wahrnehmensverstärkung, der Einsatz von
geeigneten Hilfsmitteln (Theraband, Franklin-Bälle u.v.m.) sowie konsequentes
Üben unterstützen den Prozess der Neuorientierung im Körper und schaffen
Voraussetzungen für effiziente, funktionelle Bewegung.
Die Definition der idealen Haltung in der Franklin-Methode® ist:
"Sämtliche Körperteile, Knochen, Muskeln und Ogane, sind so nahe an der
zentralen Achse und am Schwerpunkt des Körpers ausbalanciert, wie es
individuelle Haltung erlaubt."
Franziska Pardey-Isliker, Bewegungspädagogin/Therapeutin nach Franklin–Methode® und Dipl. Akupressur-Therapeutin franziskapardey@bluewin.ch